Treffen November 2021

Bildergalerie zum Treffen

 Dieses Treffen war die größte Herausforderung, die uns bisher gestellt wurde.

Über 300 Hilfsbedürftige fanden sich ein, um von uns mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Kleidung und einem warmen Essen versorgt zu werden.
Gerade in diesen Tagen, bei stetig steigenden Corona-Zahlen, kam das beste Team, das man sich nur vorstellen kann, schon an seine Grenzen.

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 Zum Glück erhielten wir tatkräftige Unterstützung von drei Mitarbeitern der Firma Jack Link´s.
Frauke, Michael und Andreas wollten sich eine Ausgabe von uns einfach einmal anschauen.  Die drei waren wirklich super. Sie sahen, was getan werden musste und packten fleissig mit an und verabschiedeten sich erst, als der letzte Müllsack im Anhänger verstaut war. Es macht doch einen gewaltigen Unterschied, ob man da ein paar Fotos auf unserer Webseite gesehen hat oder ob man direkt dabei ist und das Ganze selbst miterlebt.
Sehr positiv fiel ihnen auf, wie gut wir organisert sind, wie perfekt alles abläuft und auch, wie ruhig und gesittet das Ganze abgelaufen ist.
Alleine die ganzen Kartonagen, die zusammengeschnitten und für die Entsorgung fertig gemacht werden mussten, waren schon enorm.

Anhänger Auto Deniz

 

Zu uns kommen Menschen mit lauter unterschiedlichen Nationalitäten und allen Altersgruppen. Sie sitzen teilweise bereits ab 5 Uhr am Morgen dort und warten, dass wir um 13 Uhr mit der Ausgabe beginnen.
Wie auf den Fotos zu sehen ist, zog sich die Schlange einmal entlang des Rondells bis weit hinter den Tunnel. Da waren wir sehr froh, dass zwei junge Männer einmal bei uns reinschnuppern wollten. Diese wurden dann gleich ins "kalte Wasser" geworfen und durften die Menschenschlange im Rondell regeln. Und das funktionierte auf Anhieb wirklich gut. Großen Respekt für diese Leistung. Und das Wichtigste, sie werden uns erhalten bleiben und auch zukünftig aktiv bei uns mitmachen. Unser Security Sasha brachte auch noch einen Bekannten mit, der sich als Security sehr gut machte. Dank dieser massiven Präsenz an Sicherheitskräften konnte der Ablauf gut geregelt werden.

 Dank zusätzlicher Spenden, die uns direkt zum Treffen gebracht wurden, war es uns wirklich möglich, dass jeder der über 300 OHAs, die da waren, auch eine Tüte bekommen hat.

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Man könnte schon fast sagen, jede Ausgabe ist eine neue Geschichte.
Da kommt ein Hilfsbedürftiger jeden Monat von der fränkischen Seenplatte zu uns, weil es bei ihm in der Region keine Hilfe gibt.
Und vor allen kommen sehr viel ältere Menschen. Da blutet einem wirklich das Herz, wenn man sieht, wie sich Rentner mit über 80 Jahren bei uns in der Schlange anstellen, um eine Tüte zu bekommen.

Aber uns sind leider auch Grenzen gesetzt. Obwohl unser Peter, der Schweinemann schon 20 Portionen mehr mitgebracht hatte und zum Schluß auch noch etwas streckte, konnten nur circa 240 Essen ausgegeben werden, so dass nicht alle etwas zu essen bekamen.

Was vielen nicht bewußt ist, dass wir das Ganze ja auch irgendwie bezahlen müssen. Alleine das Catering jeden Monat kostet uns 900,-€. 
Und wer jetzt denkt, der Peter würde sich dabei eine goldene Nase verdienen, der braucht nur einmal nachzurechnen, was es alleine im Einkauf kostet, einen Schweinebraten mit Knödel und Blaukraut für 220 Personen einzukaufen. Dann kommt noch die ganze Arbeitszeit, An- und Abfahrt sowie die Zeit der Verteilung dazu. Da bleibt nicht mehr viel Gewinn übrig.

Genau so schaut es auch mit den Lebensmitteln und Hygieneartikeln aus. Da kaufen wir jeden Monat im vierstelligen Bereich zu, weil die Spenden, die wir bekommen, bei weitem nicht ausreichen würden.


Die Frauke von Jack Link´s fragte am Anfang unsere Rosi, ob wir die ganzen Sachen, die übrig bleiben, dann wieder mit nach Hause nehmen.
Sie konnte es am Ende nicht fassen, dass alles weg war. Die ganzen Lebensmittel, Hygieneartikel und auch bergeweise Kleidung.

Denn auch von staatlicher Seite bekommen wir keine Unterstützung, sondern finanzieren das alles über Geld- und Sachspenden. Jeder unserer Helfer arbeitet ehrenamtlich, so dass wirklich jeder Cent, der uns gespendet wird, auch bei den Hilfsbedürftigen ankommt.
Wer uns mit einer kleinen oder auch größeren Spende unterstützen möchte, hier sind alle wichtigen Infos dazu: Spendenseite der Heinzelmännchen

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 Bereits Anfang des Jahres hatten wir den Versuch gestartet, das Ganze etwas unter Kontrolle zu bekommen. Wir gaben unsere OHA-Card aus, um denjenigen, die schon lange Zeit zu uns kommen, eine Sicherheit gewährleisten zu können, dass sie auf jeden Fall eine Tüte bekommen. Leider wurde dann ganz schnell damit angefangen, die Karten nach der Kontrolle einfach weiterzugeben. Um das zu verhindern, gingen wir dann vor Beginn der Ausgabe durch und verteilten an die Karteninhaber noch zusätzlich ein farbiges Einlassband. Doch irgendwie tauchten jetzt in den letzten Monaten immer mehr Leute auf, die zwar eine Karte hatten,  denen wir aber definitiv keine gegeben hatten. Dazu kamen viele "Storys", dass jemand seine Karte verloren hatte oder sie gestohlen worden sei. 

Da wir, so gesehen, ja nur ein kleiner Verein sind und auch immer die gleichen aktiven Helfer jeden Monat vor Ort sind, liegt die Grenze einfach bei 150 bis maximal 200 Menschen, die monatlich versorgt werden können.

Aus diesem Grund wurde von unseren Vorständen beschlossen, dass ab Januar nur noch OHA-Karten mit Foto gültig sind. Die Anzahl der Karten wird auf 150 Stück begrenzt. Anhand des Fotos ist es dann auch nicht mehr möglich, die Karten auszutauschen.

Neue OHA-Card

Neue OHA Card

Alte OHA-Card

OHA Card

Ab Januar werden wir jeden Monat Lebensmittel, Hygieneartikel und Essen für 150 Menschen einplanen. Sollte, nachdem diese versorgt worden sind, noch etwas da sein, so wird das auf jeden Fall noch verteilt.

Im Dezember wird es eine Weihnachtsverteilung für 150 OHAs ohne Kleiderausgabe geben, dafür eine reichhaltig gepackte Weihnachtstüte und ein kleines Rahmenprogramm. Und natürlich wie jedes Jahr die Sau vom Grill.

Zum Schluß wieder unser großes Dankeschön an die ganzen aktiven Helfer, unsere Sponsoren und privaten Spendern.

Die Vorstandschaft der Heinzelmännchen für OHA e.V.